Phil 06003 BERLINER BAROCK SOLISTEN
ANTONIO VIVALDI – CONCERTI

BERLINER BAROCK SOLISTEN
RAINER KUSSMAUL violin & direction
KOTOWA MACHIDA violin
SEBASTIAN HEESCH violin
RÜDIGER LIEBERMANN violin
BERNHARD FORCK violin
RAIMAR ORLOVSKY violin
CHRISTOPH STREULI violin
WOLFRAM CHRIST viola, viola d’amore
TANJA CHRIST viola
WALTER KÜSSNER viola (RV 548 only)
GEORG FAUST cello
KRISTIN VON DER GOLTZ cello (RV 548 only)
KLAUS STOLL violone
RAPHAEL ALPERMANN harpsichord
ANTONIO VIVALDI (1678 – 1741)
Konzert für Oboe und Violine in B-Dur RV 548
Konzert für Violoncello in h-Moll RV 424
Konzert für Viola d’amore in a-Moll RV 397
Konzert für Violine in E-Dur RV 269
Der Frühling op.8 No 1 / Vier Jahreszeiten
Konzert für Violine in g-Moll RV 315
Der Sommer op.8 No 2 / Vier Jahreszeiten
Konzert für Violine in F-Dur RV 293
Der Herbst op.8 No 3 / Vier Jahreszeiten
Konzert für Violine in f-Moll RV 297
Der Winter op.8 No 4 / Vier Jahreszeiten
DE
Es scheint heute schier unmöglich, bei der Lückenhaftigkeit unserer Kenntnis über den großen Venezianer Antonio Vivaldi die Symbiose zwischen Leben und Wirken dieses Musikers formulieren zu können. Wie von manch Anderem seiner Zeit stellen wir traurig fest, wie wenig wir im Grunde über sein Leben wissen. So dauerte es fast drei Jahrhunderte, bis die Forschung als Tag seiner Geburt den 4.März des Jahres 1678 verifizieren konnte. Von früh erhaltenen Priesterweihen und seinem Wirken als Geiger der Kapelle von San Marco seit seinem ungefähr dreißigsten Lebensjahr und im Zusammenspiel mit seinem Vater wissen wir ebenso wie über eine nachfolgende Berufung als Direktor einer „Accademia“, in diesem Fall ein Waisenhaus Venedigs, welches sich um Erziehung seiner weiblichen Zöglinge kümmerte, jedoch dieselben auch in diversen Gruppierungen oder Chören zum Zweck einträglicher musikalischer Tätigkeit beschäftigte.
Diese war die eigentliche „Urzelle“ für das in heutiger Betrachtung immense und reiche Entstehen von Instrumentalkonzerten sowie „Concerti Grossi“, welche Antonio Vivaldi seit 1716 und bis 1725 für die Ausführung durch die Elevinnen des „Ospedale della Pietà“ schrieb. Diese bilden den großen Teil seiner prächtigen und farbenreichen Musik, deren besinnliche Momente wie die geradezu impressionistische und malerisch anmutende Qualität in ihrer unvergänglichen Schönheit uns äußerst deskriptiv die barocke Welt spüren lassen.
Schon damit ist die Frage zu beantworten, weshalb wir „Berliner Barock Solisten“ der Versuchung nicht widerstehen wollten, mit sieben Instrumentalkonzerten ein Zeugnis tiefempfundener Faszination für Antonio Vivaldis Musik entstehen zu lassen. Zudem hat unser Ensemble seit der Gründung jede Berührung mit dem Vermächtnis dieses exorbitanten Komponisten und Violinisten tiefer in die universale Kunst ausdrucksvollen Spiels mit dem konvexen Bogen der Barockzeit eindringen lassen – ein Wunsch, dessen wohltuende Erfahrung und Erfüllung diese Einspielung reflektieren mag. Klaus Stoll
EN
Given how little we know about the biography of Antonio Vivaldi, it seems an almost impossible task to pinpoint the ways in which the great Venetian’s compositions are linked to events in his life. Just as with many of his contemporaries, we must regretfully acknowledge that very few details about his life have come down to us. It was almost three centuries before historians were able to verify that he was born on March 4, 1678. We know that he was ordained to the priesthood at an early age; that he served as a violinist in the Cappella di San Marco from about the age of thirty; and that he also played in ensembles with his father. Additionally, we know that he was appointed as director of an “Accademia” – in this case, an orphanage in Venice – that both provided its female charges with an education and employed them as musicians or choral singers who performed for profit.
This provided the impetus for what was to become Vivaldi’s immense and varied output of instrumental concertos and concerti grossi, which were written between 1716 and 1725 for performance by the students of the Ospedale della Pietà. These works represent the largest proportion of his magnificent and vivid oeuvre, which, in its more meditative moments and in the almost impressionistic quality of its timeless beauty, allows us a tangible and highly descriptive glimpse of the Baroque world.
This is one of the reasons why the musicians of the Berliner Barock Solisten were unwilling to resist the temptation of recording seven of the instrumental concertos as a testimony to our deep fascination with the music of Antonio Vivaldi. Ever since the founding of our ensemble, every encounter with the legacy of this extraordinary composer and violinist has allowed us to penetrate more deeply into the universal art of expressive playing using the convex Baroque bow. We hope that this recording reflects our successful engagement with these very rewarding techniques. Klaus Stoll

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